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Bonn: Stadtverwaltung stösst Integrationsrat vor den Kopf [23.10.2012]

Bonn: Gemeinsames Handeln der Stadtverwaltung mit dem Integrationsrat? Der IPK-Vorstand nahm am Abend des 23. Oktobers an der Sitzung des Bonner Integrationsrats teil, um der Fragestunde beizuwohnen, bei welcher unter anderem eine 'Grosse Anfrage' zur Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters für eine Veranstaltung des Jüdischen Nationalfonds (JNF) behandelt werden sollte.

Besonders diese Frage hatte anscheinend dazu geführt, dass sich neben den Mitgliedern des Integrationsrats circa ein Dutzend weiterer Interessenten eingefunden hatten, darunter die Vorsitzende der Bonner Synagogengemeinde.
Wer sich hingegen nur teilweise eingefunden hatte, waren die Vertreter der Bonner Stadtverwaltung, die dem Gremium Rede und Antwort hätten stehen sollen.

Betroffen von der Abstinenz der Stadtverwaltung war sowohl die Anfrage, in der nach dem Stand der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit migrantischem Hintergrund gefragt wurde, sowie auch die Anfrage bezüglich der fragwürdigen Schirmherrschaft des Bonner Oberbürgermeisters für den 'Jüdischen Nationalfonds'. Diese Anfrage betreffend waren angeblich sowohl die Leiterin des Referats für internationale Angelegenheiten, Frau Dr. Hohn-Berghorn, als auch ihre Stellvertreterin verhindert.

In Anbetracht dessen blieb den düpierten Anwesenden keine andere Wahl, als die beiden Punkte auf die nächste Sitzung zu verschieben.

Auch wenn das IPK leicht nachvollziehen kann, dass das Referat für Internationale Angelegenheiten wenig Lust verspürt Fragen nach der reichlich dünnen Antwort der Stadtverwaltung zu beantworten, so wirft der augenscheinlich laxe Umgang der Stadtverwaltung mit dem Integrationsrat vor allem anderen die Frage auf, wie ernst man das Engagement der UN-Stadt Bonn in Sachen Integration nehmen darf.

 (ts)

Ergänzende Links:
'Große Anfrage' zur Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters für eine Veranstaltung des 'Jüdischen Nationalfonds'
Stellungnahme der Stadt zu obiger 'Großen Anfrage'

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