Institut für Palästinakunde
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Offener Brief an die Veranstalter der 'Woche der Brüderlichkeit' im Jahr 2012 [28.02.2012]

Offener Brief an die Veranstalter der Woche der Brüderlichkeit im Jahr 2012 Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserem Erstaunen haben wir festgestellt, dass dieses Jahr Benefizkonzerte für den Jüdischen Nationalfonds - KKL Bestandteil des Programms der Woche der Brüderlichkeit sind. Es ist bekannt, dass die Aktivitäten des Jüdischen-Nationalfonds in Israel/Palästina eng verbunden sind mit ethnischer Säuberung und Landraub an Palästinenserinnen und Palästinensern. Das Dorf Al Arakib im Negev, über das viele bekannte Medien und Menschenrechtsorganisationen, unter anderem die BBC und Amnesty International, berichet haben, ist ein Beispiel dafür.

Im Anhang finden Sie einen offenen Brief, in dem wir unseren Protest belegen und Sie auffordern, sich von diesen Benefizkonzerten zu distanzieren und dem Jüdischen Nationalfonds-KKL jegliche Unterstützung (Räume, Aufnahme in Programmhefte, Grußworter zur Eröffnung, finanzielle Hilfe usw.) zu entziehen. Beteiligen Sie sich nicht an der Entrechtung und Vertreibung der Palästinenser.

Diese Protestinitiative wird vom Palästinakomitee Stuttgart, Cafe Palestine Freiburg e.V. und Palästinakomitee München getragen.

Wie Sie dem Protestbrief im Anhang entnehmen können, haben innerhalb von einer Woche Dutzende von Vereinen und Organisationen sowie viele Einzelpersonen unterzeichnet. Insgesamt sind es weit über 200 Unterschriften. Sie werden darunter zahlreiche bekannte Persönlichkeiten finden, unter ihnen Jüdinnen und Juden, auch mit israelischer Staatsbürgerschaft.

Wir bitten Sie um eine baldige Antwort an das Palästinakomitee Stuttgart, Cafe Palestine Freiburg e.V. oder das Palästinakomitee München.

Briefe können geschickt werden an:
Palästinakomitee Stuttgart
c/o M. Kunkel
Rosengartenstraße 80
70184 Stuttgart

Mit freundlichen Grüßen

Manuela Kunkel und Attia Rajab, Palästinakomitee Stuttgart

 (ts)

Ergänzende Links:
Warum eine Veranstaltung mit dem Jüdischen Nationalfonds-KKL nicht zur Woche der Brüderlichkeit passt

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