Institut für Palästinakunde
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Nakba 2013: Familie Mahshi aus Jerusalem vertrieben [01.09.2013]

Nakba 2013 1947/48 begannen jüdische Milizen mit der Vertreibung der Palästinenser, der 'nakba', um so die Vorraussetzungen für die Errichtung eines 'jüdischen Staats' in Palästina zu schaffen. Ein Verbrechen, das vón den Offiziellen des so gegründeten Staates - Israel - bis heute nicht nur geleugnet sondern konsequent fortgesetzt wird.
Betroffen sind im Negev lebende Palästinenser mit israelischen Pässen, Palästinenser die in Dörfern in 'Zone C' der besetzten Westbank leben sowie auch Palästinenser im besetzten Ost-Jerusalem.

(göab) Der bekannte palästinensische Pädagoge Dr. Khalil Mahshi, langjähriger Direktor der „Friends School in Ramallah“ und seit einigen Jahren Direktor des UNESCO Instituts für Bildungsplanung (IIEP) wurde von den israelischen Behörden samt Familie de facto „ausgebürgert“. Wie dies zuvor bei Tausenden anderen PalästinenserInnen aus Jerusalem bereits der Fall war, wurde die „Permanent Resident Card“ widerrufen. Damit soll eine weitere angestammte palästinensische Familie ihr Wohnrecht in Jerusalem verlieren. Diese Vorgangsweise widerspricht selbstverständlich dem Völkerrecht, da Ost-Jerusalem seit 1967 besetztes Gebiet ist und es den israelischen Besatzungsbehörden durch das geltende Völkerrecht ausdrücklich untersagt ist, in bestehende Strukturen des palästinensischen Teils von Jerusalem einzugreifen.

Wir verweisen auf eine internationale Unterschriftenaktion und fordern unsere Freundinnen und Freunde auch, diese zu unterstützen!

Fritz Edlinger

 (ts)

Ergänzende Links:
A tale of two citizens (toi)
Petition für Dr. Khalil Mahshi (av)

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