Institut für Palästinakunde
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Syrien: Was ist das Ziel der NATO in Syrien? [29.08.2013]

Peace through bombs Die geplante westliche Bombardierung Syriens wegen des mörderischen Einsatzes von Giftgas gegen die Bewohner von Ghouta östlich von Damaskus, entbehrt natürlich nicht der Heuchelei: Auf die Massaker anderer diktatorischer prowestlicher Regime an der eigenen Bevölkerung - zuletzt in Ägypten - hat der Westen durchweg mit Schulterzucken oder Zustimmung reagiert.
Ganz zu schweigen von Israels Massakern an den Palästinensern in Gaza: Hier dient die 'Responsability to Protect', die allerorten für die völkerrechtliche Rechtfertigung westlicher Gewaltpolitik in Stellung gebracht wird, allein dem Schutz der Besatzer und Angreifer - nicht der Opfer.

In den vergangenen, bald dreissig Monaten wurden womöglich bis zu 100.000 Syrer von Truppen des Assad-Regimes auf der einen - und von Söldnern der Potentaten Saudi-Arabiens und des persischen Golfs auf der anderen Seite ermordet.
Wem nutzt es, wenn sich nun auch der Westen an den Massakern beteiligt? Den Menschenrechten der Syrer?

Wenn der Westen das Morden hätte beenden wollen, dann hätte er auf eine politische Lösung unter der Einbeziehung Assads und der Mächte setzen müssen, die im Angriff auf Syrien einen Angriff auf ihre Interessen sehen. Dass das nicht geschehen ist deutet darauf hin, dass die Zerschlagung Syriens - inklusive der Massaker - Teil der westlichen Strategie ist und dass dem Iran, Russland und China dasselbe Schicksal angedeihen soll.

 (ts)

Ergänzende Links:
On Interventions and the Syrian Revolution

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