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Israelischer Ex-Geheimdienstchef: Israel rassistisch, kriegerisch und friedenunwillig [29.04.2012]

Israel rassistisch, kriegerisch und friedenunfähig Während eines Vortrags gab der ehemalige Leiter des israelischen Inland-Geheimdienstes, Yuval Diskin, einige bemerkenswerte Erklärungen über die Politik und das Führungspersonal des israelischen Staates ab.

Dem Regierungschef, Benjamin Netanjahu, und dem Verteidigungsminister, Ehud Barak, die beide als Antreiber für den Überfall auf den Iran gelten, warf er vor ihre Entscheidungen auf Basis von 'messianic feelings' zu treffen, und die Öffentlichkeit über die Risiken und Erfolgsaussichten eines Überfalls auf den Iran zu täuschen.

Israel sei, so Diskin, in den letzten 10-15 Jahren immer rassistischer gegenüber Arabern und Ausländern geworden - und immer kriegerischer.

Zu dem Scheitern der Verhandlungen mit den Palästinensern erklärte Diskin: "Vergessen Sie die Geschichten, die man Ihnen darüber erzählt, dass Abbas nicht an Verhandlungen interessiert sei. … Wir reden nicht mit den Palästinensern, weil diese Regierung kein Interesse an Verhandlungen hat."

Die Sozialprotesten im vergangenen Jahr seien ergebnislos gelieben, so Diskin, weil die Protestierer anders als Demonstranten auf dem Tahrir-Platz nicht bereit gewesen seien, einen Preis für ihre durchaus gerechtfertigten Forderungen zu zahlen.

 (ts)

Ergänzende Links:
Israel's former Shin Bet chief: I have no confidence in Netanyahu, Barak (haa)
Former Shin Bet chief: Netanyahu not interested in peace talks (haa)

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