Institut für Palästinakunde
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Briefe an deutsche und internationale Fussball-Organisationen: Israelische Attacken auf palästinensische Fussballer sanktionieren! [08.03.2014]

Szene in Gaza Eine perverse Konsequenz der israelischen Militärdiktatur in der Westbank und Gaza liegt darin, dass diese perfide Bestrafung zweier palästinensischer Amateurfussballer mehr Aufmerksamkeit erregt, als die regelmässigen israelischen Morde an fussballspielenden Kindern und Jugendlichen in Gaza.
Dabei kann es auf diese Verbrechen nur eine Reaktion geben, einen umfassenden Boycott.


Sehr geehrte Herren beim Deutschen Fußballverband,


erneut haben sich staatliche Organe Israels eines Verbrechens gegen jugendliche palästinensische Nachwuchsfußballer zuschulden kommen lassen. Bereits in der Vergangenheit hatte Israel einen Spitzenspieler aus Gaza beim angemeldeten Übertritt des Überganges bei Erez verhaftet und mehrere Jahre eingesperrt, sodass ihm während entscheidender Jahre die Ausübung seines Sportes verwehrt war. Dies blieb beim Weltfußballverband, trotz internationalen Protestes, folgenlos. Im Gegenteil, es wurde Israel, wie Frau Karas schreibt, durch Austragung der U21-Europameisterschaft auch nocht "belohnt":

Wenn nun israelische Soldaten jungen palästinensischen Spieler ausgerechnet mit scharfer Munition auf deren "wichtigstes Arbeitsmittel", die Beine schießen, sodass sie lebenslang der friedlichen Ausübung ihrer Existenz, dem Sport, entzogen werden, so ist das als besonders verabscheuungswürdige Handlung einzustufen. N.b.: es waren israelische Uniformierte, die dieses Verbrechen begangen. Auf keinen Fall darf der internationale Fußball dieses Verbrechen ungestraft lassen: der israelische Fußballverband ist unverzüglich, und sei es nur für einige Jahre, vom Weltfußball auszuschließen. Auch scheint mir absurd, unter den bekannten Verhältnissen weiterhin Freundschaftsspiele mit israelischen Mannschaften zu veranstalten.

Die Maßnahmen sollten in jedem Fall zeitlich begrenzt sein, um bei Israel in Zukunft eine Änderung seines Verhaltens zu bewirken.

Darum schließe ich mich den Forderungen von Frau Karas die mir zur Kenntnis gelangten (s.u.), an. Sport-widriges Verhalten eines Staates darf keinesfalls folgenlos bleiben.

Mit besten Grüßen

Günter Schenk
1a rue des Aveugles
F-67000 Strasbourg
- membre du Collectif Judéo Arabe et Citoyen pour la Palestine


Zur Weiterleitung an den FIFA-Weltverband:

I would like to know what measures you intend to adopt against Israel or Israeli football clubs after two young Palestinian players (Jawhar Nasser Jawhar, 19 and Adam Abd al-Raouf Halabiya, 17!) were seriously injured by Israeli soldiers. The players were shot in the feet to assure that they would never be able to play football again. As you can see from the attached article, Palestinian football players are subject to systematic attack! Please act and protest against this infringement of human rights, and above all: exclude Israel!


Guten Tag,

anbei mein Schreiben an die FIFA. Nun möchte ich wissen, was der DFB in dieser Angelegenheit zu tun gedenkt, nachdem doch letztes Jahr trotz Intervention von Menschenrechtlern die Besatzungsmacht Israel mit der Austragung der U21-Europameisterschaft belohnt wurde. Einer Antwort sehe ich mit Interesse entgegen.

Feiges Schweigen macht Sie zu Komplizen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Kick Israeli Racism out of UEFA!
Kein Friede ohne Gerechtigkeit

Claudia Karas


Sehr geehrte Damen und Herren,

welche Maßnahmen werden Sie gegen Israel bzw. israelische Fußballvereine ergreifen, nachdem aktuell zwei junge palästinensische Spieler, nämlich Jawhar Nasser Jawhar, 19 (!) und Adam Abd al-Raouf Halabiya, 17 (!) durch israelische Soldaten durch Schüsse in die Füße (!) so schwer verletzt wurden, dass sie nie mehr Fußballspielen können.

Wie Sie dem u.a. Artikel entnehmen können ist hinreichend bekannt, dass systematisch palästinensische Fußballspieler attackiert werden! Bitte handeln und protestieren Sie gegen diese Menschenverachtung und vor allem: betreiben Sie den Ausschluss Israels!

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Karas

 (ts)

Ergänzende Links:
Campaign against Arsenal football club support for Apartheid Israel (2006)

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