Institut für Palästinakunde
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'Wald der SPD' geflopped [16.04.2013]

Der 16. April, der Geburtstag Israels - der für hunderttausende Palästinenser den Beginn einer Katastrophe bedeutete - ist auch der Tag der Bilanz für den 'Wald der SPD', das gemeinsame Projekt von SPD und dem 'Jüdischen Nationalfonds' (JNF) im sogenannten 'Wald der deuschen Länder'.

Das angestrebte Ziel von 50.000 € wurde nicht einmal annähernd erreicht: Circa 250 Spender erbrachten gerade mal 9.271,12 €, weniger als 20% der Zielsumme.

Dieses an sich erfreuliche Ergebnis ist jedoch wahrscheinlich nicht das Resultat der vom IPK mitbetriebenen Kampagne gegen Israels älteste Kolonialorganisation.
Viel wahrscheinlicher ist es schlicht das Ergebnis der katastrophalen Popularitätswerte Israels, die - wie das Ergebnis dieser Aktion zeigt - in krassem Widerspruch zu der permanent öffentlich bekundeten Solidarität mit ihm stehen.

Erfolg für Israel-Lobby

Für den JNF und die Israel-Lobby ist der 'Wald der SPD' dennoch ein Erfolg. Denn das unerklärliche Festhalten der SPD - einer an sich demokratischen, an der Gewinnung von Mehrheiten interessierten Partei - an Israel und dem JNF ruft unvermeidlich den Eindruck hervor, dass die SPD von der Lobby kontrolliert wird.

Obwohl so das älteste antisemitische Stereotyp - das der angeblichen jüdischen Weltherrschaft - bedient wird, scheint die vorgebliche Machtdemonstration für die Lobby von grösserem Wert zu sein.

Die langfristigen Folgen dieser Politik für das jüdische Leben in Deutschland sind ihr offenbar egal, da sie wohl zurecht davon ausgeht, dass allein das Anwachsen des Antisemitismus die Juden in der Diaspora dazu veranlassen könnte, nach Israel 'heimzukehren'.

 (ts)

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