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Deutscher Großdichter als Weltgewissen - national abgewatscht (Freerk Huisken) [22.04.2012]

'Was gesagt werden muss' Eine der bisher besten politischen Analysen der Causa Grass aus deutscher Feder stammt von Freerk Huisken, Prof. em. der Universität Bremen.
In Deutscher Großdichter als Weltgewissen - national abgewatscht rechnet Huisken mit Grass politischen Irrtümern und Fehlern ebenso ab, wie mit seinem gescheiterten Bemühen, sich der Verurteilung als Antisemit durch sein gequältes Bekenntnis zum amtlichen Philosemitismus entziehen.

Dass die von Grass ausgelöste Debatte zu einer 'Antisemitismus'-Debatte degenerierte, sei allerdings nicht allein auf das Unvermögen des Dichters zurück zu führen.

Dies sei „vielmehr das zwangsläufige Ergebnis der gekonnten politischen Instrumentalisierung der Nachkriegsattitüde von Schuld und Scham im Dienste neuer, „raumgreifender“ deutscher Außenpolitik. Das begann mit Ex-Außenminister J.Fischer, der die deutsche Beteiligung am Krieg gegen Serbien mit der „Verantwortung“ begründete, … . Und das setzt sich jetzt fort, wenn die imperialistische Sicherung des gesamten Nahen Ostens als geostrategischer Raum gen Osten, … für das weltweite Geschäft des Großkapitals nur als Schutz des Existenzrechts Israels vor dem Vernichtungswahn der iranischen Führung vorgestellt wird, dem „wir Deutsche“ verpflichtet zu sein haben.”

 (ts)

Ergänzende Links:
Wer Antisemit ist, bestimme ich! (M. Zuckermann)

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