Institut für Palästinakunde
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'Verhaftet, weil er auf den eigenen Strassen fuhr …' [11.01.2012]

Palestinian ‘car protest’ in West Bank challenges road segregation (10. Januar) Von unserer Korrespondentin in Palästina:

Heute forderten die Palästinenser die israelische Apartheid heraus, indem sie mit ihren Autos in der Westbank, auf den Strassen ihres Territorium, rund um ihre Dörfer fuhren, die nach dem israelischen Apartheid-System nur für Juden zugelassen sind. Strassen die illegal, allein zum Nutzen der illegalen israelischen Siedler gebaut wurden, eine schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts bedeutend.

Heute, als sie eines der verschiedenen Symptome israelischen Apartheid herausforderten, wurden vier Palästinenser verhaftet: zwei Aktivisten aus Nabi Saleh, Khaled Atallah Al-Tamimi und Omar Saleh Al-Tamimi, ein Aktivist aus der Region Hebron, Azmi Shyoukhi, und Anwar eine mir unbekannte weibliche Aktivistin.

Darüber hinaus wurde einer meiner besten Freunde verhaftet. Sein Auto und seine ID-Karte wurde ihm weggenommen. Aber es gelang ihm der Verhaftung zu entgehen.
Vor 30 Minuten sandte er mir eine SMS, dass der israelische Geheimdienst ihn angerufen habe und erklärte, dass sie ihn auf eine Fahndungsliste setzen würden, wenn er sich nicht selber in 30 Minuten stellen würde.

Und hier sitze ich nun vor dem Computer, mit meinem Handy an derr Seite, versuche auf dem Laufenden zu bleiben - jemanden zu erreichen und sicher zu stellen, dass seine Frau von der Sache nicht erst aus dem Fernsehen erfährt, in der Hoffnung, dass die Dinge heute abend irgendwie wieder in Ordnung kommen werden.

Ich habe mit ihm vor einiger Zeit gesprochen ... Hier ist ein früheres Video mit ihm.

Tatsächlich, während ich das hier schreibe … eben ist er verhaftet worden.

 (ts)

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