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Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln nach Verleumdungen von Andreas Zumach abgemahnt [15.11.2019]

Andreas Zumach mahnt Synagogen-Gemeinde Köln ab Am 24. Oktober wandte sich der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln mit der Forderung an die Fraktionen des Rats der Stadt Köln, einen Vortrag mit dem in der Schweiz lebenden Journalisten Andreas Zumach zu verhindern.
Der Vortrag mit dem Titel "Die Lage der Menschenrechte: Universell gültig - aber nicht im Nahen Osten!?" sollte am 27.10. in der Kölner Volkshochschule stattfinden.

In ihrem Schreiben versuchte die Synagogen-Gemeinde Zumach in die Nähe des Attentäters von Halle zu rücken und behauptete, dass Zumach bei dem Vortrag "Antisemitismus und Anschläge gegen die Bevölkerung Israels" propagieren werde.

Dieser Rufmordversuch veranlasste Zumach juristisch gegen die Verleumder vorzugehen. Seine Anwälte zwangen die Synagogen-Gemeinde dazu, eine vollumfängliche Erklärung zur Unterlassung der verleumderischen Aussagen über Zumach abzugeben und der Übernahme sämtlicher Kosten zuzustimmen.

Zu den vier Unterzeichnern der Verleumdungen gehörte auch das Vorstandsmitglied Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland sowie Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Zentralwohlfahrtsstelle.

Lehrer hatte seinerzeit die Bank für Sozialwirtschaft in Köln unter Druck gesetzt, das Konto der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost zu kündigen.

 (ts)

Ergänzende Links:
Synagogen-Gemeinde Köln: Unterlassungserklärung zur Verleumdung von Andreas Zumach (lsa)

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