Institut für Palästinakunde
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Antonio-Amadeu-Stiftung schürt Rassismus und Antisemitismus [20.11.2021]

Iman Darweesh Al Hams (Gaza, 1991-2004) Die Antonio-Amadeu-Stiftung, die behauptet die deutsche Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus stärken zu wollen, betätigt sich als Sprachrohr des israelischen Staats. Dafür fabriziert sie israelbezogenen Antisemitismus, womit sie Israels antipalästinensischen Rassismus legitimiert und Antisemitismus schürt.

Ihr Hauptmittel besteht aus einem simplen Strohmann-Trick, mit dem jeder, der Israel wegen seiner Verbrechen an den Palästinensern anklagt, zum Antisemiten erklärt werden kann. Das macht den den Ankläger flugs zum Angeklagten und schafft die Anklage zuverlässig aus der Welt: Denn ein Antisemit darf schließlich kein Gehör finden, das wäre ja antisemitisch.

Der Trick beruht darauf, zu jeder Anklage ein antisemitisches Analogon zu finden, um es dem Ankläger unterzuschieben und dann angesichts seines erschreckenden Antisemitismus in lautes Wehklagen auszubrechen.

Israel Kindermörder

Der israelische Staat tötet immer wieder auch palästinensische Kinder, weil brutaler Terror gegen die Kolonisierten eine übliche Praxis kolonialer Herrschaft ist - dem immer auch Kinder zum Opfer fallen. (Ganz abgesehen von dem gezielten aber in der Regel nicht lethalen israelischen Terror gegen Kinder (u.a. nächtliche Überfälle und Verhaftungen), um deren Familien dazu zu nötigen ihren Widerstand oder/und ihre Heimat aufzugeben.)

Die Antonio-Amadeu-Stiftung schafft es auch solch krasse Verbrechen aus der Welt zu schaffen, indem sie ein uraltes antisemitisches Topos ins Spiel bringt, die Ritualmord-Legende. Damit wird aus einem israelischem Verbrechen an einem palästinensischen Kind flugs ein Fall von krassem Antisemitismus, während das reale Verbrechen unter den Tisch fällt.

Andere Klagen werden ganz einfach dadurch erledigt, dass man dem Ankläger einen NS-Vergleich unterschiebt, um ihn als Antisemiten stigmatisieren zu können.

Dabei gelten grundsätzlich folgende Doppelstandards: NS-Vergleiche für das israelische Vorgehen gegen die Palästinenser sind immer illegitim und ein Beweis für Antisemitismus der Palästinenser, während die von der Antonio-Amadeu-Stiftung gemachten NS-Vergleiche hinsichtlich der Palästinenser (z.B. bzgl. BDS) immer legitim sind und somit auch als Beweis für den Antisemitismus der Palästinenser gelten.

Rassistisch und antisemitisch für Israel

Für die Antonio-Amadeu-Stiftung gilt offenbar, daß der Zweck - einen Antisemitismus-Schutzschirm über Israels Verbrechen an den Palästinensern aufzuspannen - alle Mittel heiligt.

Daß die Antisemitismus-Bekämpfung damit zur Farce wird, daß die Antonio-Amadeu-Stiftung damit die realen Opfer von Antisemitismus verhöhnt und mit ihrem fabrizierten Antisemitismus reale Antisemiten munitioniert, ist ihr offenbar egal.

Wer so Antisemitismus relativiert und munitioniert, der muss jedoch genau so wie ein genuiner Antisemit behandelt werden.

Daher ist die gesamte deutsche Zivilgesellschaft aufgefordert, die Antonio-Amadeu-Stiftung zu boykottieren, bis sie ihre gegen die Palästinenser gerichteten, rassistischen und antisemitischen Aktivitäten einstellt.

 (ts)

Ergänzende Links:
Iman Darweesh Al Hams (Gaza, 1991-2004) (wkpd)
Leben & Sterben in Nabi Saleh (ipk)
900 testimonies confirm UNICEF's finding of widespread abuse (cwatch)

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