Institut für Palästinakunde
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Kein 'Stuttgarter Friedenspreis' für die 'Sächsische Israelfreunde e.V.'! [23.05.2020]

Für einen rassistenfreien Stuttgarter Friedens-Preis! Das Bürgerprojekt Die AnStifter zeichnet seit 2003 Menschen und Projekte mit dem Stuttgarter Friedenspreis aus, die sich in besonderer Weise für “Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität” einsetzen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alljährlich im Rahmen einer FriedensGala im Herbst verliehen.

In diesem Jahr befand sich ein ganz besonderer Kandidat auf der Vorschlagsliste, die Sächsische Israelfreunde e.V..

Recherchen des Stuttgarter Palästinakomitees zufolge, das zu den Unterstützern der "Die AnStrifter" gehört, kooperiert dieser Verein mit israelischen Rechtsextremisten: Der Verein sei an Märschen in der Jerusalemer Altstadt beteiligt gewesen, dessen Teilnehmer immer wieder "Tod den Arabern" skandieren, er unterstützte den Bau eines "dritten Tempels" auf dem Platz des Felsendoms und der Al-Aqsa-Moschee und habe sich nicht nur feindlich über Palästinenser geäussert sondern auch über die LGBTQ-Community.

Nachdem der Vorstand der Anstifter mit diesen Informationen konfrontiert wurde, wurde der Kandidat aus der Vorschlagsliste entfernt, jedoch ohne - wie zuvor zugesagt - Angabe der tatsächlichen Gründe.

Aus diesem Grund bittet das Palästinakomitee um die Veröffentlichung eines offenen Briefs an die "Die AnStifter", mit den Ergebnissen ihrer Recherche über die 'Sächsische Israelfreunde e.V.'.

Einer Bitte, der wir hiermit gerne nachkommen.

 (ts)

Ergänzende Links:
Offener Brief an die AnStifter: "Für einen rassistenfreien Stuttgarter Friedens-Preis!" (pako)

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